Enten und Gänse

Die heutige Hausgans mit zumeist weißem Federkleid stammt von der wild lebenden europäischen Wild- oder Graugans ab. Bereits die Germanen domestizierten die Graugans wegen ihres Fleisches, Fettes und der Federn. Als Stammform der meisten Hausgansrassen gilt die europäische Graugans (Anser anser). Gänse gehören zur Ordnung Anseriformes (Gänsevögel).

Gescheckte Pommerngans

Die Pommerngans wird auch Rügener Gans genannt. Sie ist eine sehr alte, große und schwere Gänserasse mit einfacher Bauchwamme.
Pommerngänse sind für Anfänger in der Gänsehaltung nur zu empfehlen. Sie besitzen einen guten Bruttrieb, führen ihre Gössel hingebungsvoll , sind robust, wenig krankheitsanfällig, besitzen ein ruhiges Wesen und verzeihen so manchen Haltungsfehler. Vom Frühjahr bis in den Herbst suchen sich unsere Zuchtgänse ihr Futter auf der Weide selbst. Im Winter füttern wir ein Gemisch aus Gerste, Hafer und Weizen und so oft wie möglich Obst. Die zur Schlachtung vorgesehenen Tiere werden 4 Wochen vor dem Schlachttermin mit Weizen und Hafer zugefüttert. Ein verantwortungsbewusster Halter bzw. Züchter wird Gänsen eine ausreichende Bademöglichkeit nicht verwehren, für uns ist das ein absolutes Muss.
Pommerngänse stehen auf der Roten Liste in der Vorwarnstufe.

Warzenenten

Die Hausform der wilden Moschus-Ente wird auch als Flug-, Bisam-, Barberie-, Stumm- und Türken-Ente bezeichnet. Im deutschsprachigen Raum hat sich gegenwärtig die Bezeichnung Warzenente durchgesetzt. Gegenüber der wilden Stammform ist die Haus-Warzenente durchschnittlich 25 % schwerer; großrahmige, massige Erpel und kleinere, nur halb so schwere Enten; langer Schwanz, dem beim Erpel die Locken fehlen; großer, federnreicher Kopf mit ausgerägten Warzen und Schnabelhöcker.
Die Domestikationsgeschichte ist nur den Grundzügen nach bekannt. Sehr wahrscheinlich hielten die Kulturvölker Südamerikas sehr lange Zeit vor der Entdeckung des Kontinents domestizierte Moschusenten. Von Südamerika aus breitete sich diese Hausentenform in die afrikanischen Kongogebiete, am Euphrat, in Indonesien und bereits im 16. Jahrhundert über Spanien nach Frankreich aus. Anfang des 18. Jahrhunderts sind die ersten Warzenenten nach Deutschland gelangt.
Erpel 5,0 kg; Ente 3,0 kg, schnellwüchsige, schwere Ente ; sehr guter Fleisch- und beträchtlicher Federnertrag; 40 bis 50 weiße Eier zum Teil gelblich schimmernd, Mindestmasse 70 g , mit bis zu drei Gelegen pro Jahr.
Auf der Roten Liste stehen Warzenenten auf der Vorwarnstufe.

Wildenten

Stockenten sind die Vorfahren der Hausenten. Diese Entenart ist äußerst anpassungsfähig. Da sie flugfähig ist, wird sie bei uns in einer Voliere gehalten. Stockenten können auch zahm und zutraulich werden. Die Haltung unterscheidet sich nicht von anderen Entenarten. Auch hier ist, wie bei jedem Wassergeflügel, eine Bademöglichkeit ein Muss.