Meißner Widderkaninchen

Diese Rasse wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Leo Reck in Meißen gezüchtet. Es handelt sich um eine Kombinationsrasse aus Deutschen Widdern und Kleinsilber-Kaninchen. Kenntnisse über die genauen Ausgangsrassen liegen nicht vor, da Leo Reck seine Kenntnisse mit ins Grab nahm. Bei den Meissner Widdern handelt es sich um ein Fleisch- und Pelzkaninchen, das sich durch hohes Temperament auszeichnet.

Farbe und Silberung: Zugelassen sind die Farbenschläge Schwarz, Blau, Gelb, Braun und Havannafarbig.
Die Deckfarbe sei am gesamten Körper, möglichst auch am Kopf, an Ohren und Läufen, gleichmäßig gesilbert und reichlich glänzend.

Gewicht: 3,5 bis 5,5 kg. Vollgewicht 4,5 kg und mehr. Höchstgewicht 5,5 kg.

Sie sind gute Futterverwerter, frohwüchsig und vom Wesen her äußerst zutraulich. Die Fruchtbarkeit und Aufzuchtsleistung ist gut. Acht bis zwölf Junge werfen und auch aufziehen, bereiten den Kaninchen keine Schwierigkeiten. Die Jungtiere kommen einfarbig und mit Stehohren zur Welt. Im Alter von etwa sechs Wochen zeigt sich bei den Jungtieren die erste Silberung; nach sechs bis sieben Monaten ist sie beendet. Das M.W. Kaninchen ist die einzige Rasse, die den Widdertyp und die Silberung in sich vereint.

Kaninchen als landwirtschaftliche Nutztiere verfügen über viele Vorzüge. Die Kaninchenhaltung ermöglicht eine sehr kostengünstige teilweise Selbstversorgung der Züchter mit Fleisch. Kaninchenfleisch ist eiweißreich, fettarm und hat nur einen geringen Gehalt an Cholesterin und Purinkörpern.

Es gilt als Diätfleisch und ist leicht verdaulich. Bezogen auf die Futterfläche erzeugen Kaninchen mehr Fleisch als andere landwirtschaftliche Nutztiere. Aufgrund ihrer Vermehrungsfreudigkeit und ihrer frühen Zuchtreife ist es möglich, einen zuchttauglichen Bestand innerhalb kürzester Zeit aufzubauen. Zuchtreif werden die weiblichen Kaninchen mit vier bis acht Monaten (je nach Rasse).

Gefährdungsgrad: Kategorie I (extrem gefährdet)